Anteilnahme zu den Terroranschlägen von Paris

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Die Union progressiver Juden in Deutschland, ihr Vorstand sowie ihre Mitgliedsgemeinden und -organisationen drücken ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Anteilnahme dem französischen Volk sowie denjenigen Familien und Freunden aus, die bei den mörderischen Attentaten ermordet oder verletzt wurden.

Um die Erinnerung an alle jene aufrecht zu erhalten, ist es unsere Verpflichtung, aber auch unser Wille, jeglicher Art von terroristischer Gewalt entgegen zu treten. Gemeinsam müssen wir gegen Terror und Gewalt kämpfen, damit die Werte, auf denen unsere Gesellschaften beruhen, erhalten werden und ihre Bürger in Ruhe und Frieden leben können, hier in Europa und auf der ganzen Welt.

Die Anschläge waren auch ein Angriff auf unsere freiheitlichen ethischen Grundsätze und Überzeugungen. Dieser zweite Angriff auf Paris innerhalb von 10 Monaten erinnert uns daran, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Pluralismus und Demokratie verlangen Respekt. Gewalt und Angst sind inakzeptabel.

Die jüdische Geschichte lehrt uns, dass wir diese Bedrohungen und Gewalttaten nicht ignorieren dürfen, sondern dass wir unsere Freiheit schützen müssen, wenn wir angegriffen werden. Lassen Sie uns mit denen, die den Pluralismus und die Demokratie zu schätzen wissen, dem Bösen gemeinsam entgegentreten.

Resolution

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Mit Entsetzen verfolgen wir, wie seit Jahren Raketen aus Gaza in Israel Angst, Schrecken und Tod verbreiten und als Folge auch Leid und Elend über die Bevölkerung in Gaza bringen.

Wir verurteilen die Unmenschlichkeit der HAMAS-Führung und ihrer Kämpfer, die unschuldige Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen, Waffen und Raketenabschussrampen in zivilen Objekten wie in Schulen, Krankenhäusern und Moscheen verstecken.

Israel wurde dieser Kampf aufgezwungen.

Die Union progressiver Juden in Deutschland beklagt die Opfer auf allen Seiten.
Wir trauern mit der Gemeinschaft Israels und besonders mit den betroffenen Familien um die Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat geopfert haben.

Unser Mitgefühl gehört auch den unschuldigen zivilen Opfern unter der israelischen und palästinensischen Bevölkerung.

Wir verurteilen auf das Schärfste den Versuch, diesen Konflikt zum Anlass zu nehmen, weltweit und auch in Deutschland Judenhass und Rassismus zu schüren.

Wir respektieren das Recht auf Meinungsfreiheit, aber wir wehren uns gegen alle Versuche, die Gewalt der Nah-Ost-Konflikte auf die Straßen unserer Städte einzuschleppen.

Wir appellieren an alle Verantwortlichen in der Politik unseres Landes, die Grundsätze unseres Rechtsstaates zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass alle, auch die jüdischen Bürger, in Frieden und Sicherheit leben können.

Dankbar haben wir die mahnenden Worte aus der Politik, den Kirchen sowie einiger Vertreter der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland zur Kenntnis genommen.

Wir appellieren an alle Gutwilligen in unserem Land, die Errungenschaften eines friedlichen Zusammenlebens der Religionen und Kulturen zu verteidigen.

Berlin, 27. Juli 2014

Union progressiver Juden in Deutschland
Die Vorsitzende
Sonja Guentner

Allgemeine Rabbinerkonferenz in Deutschland
Der Vorsitzende
Landesrabbiner em. Dr. Henry G. Brandt

Wir trauern um Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel

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Mit großer Trauer und Bestürzung haben wir die Nachrichten von der Ermordung der drei entführten israelischen Jugendlichen Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel aufgenommen. Wir trauern in tiefer Anteilnahme mit ihren Familien und Freunden.

Die jüdische Gemeinschaft in Israel und der ganzen Welt ist schockiert und fassungslos über diese Tat, die die Hoffnungen der vielen Menschen in Israel und der palästinensischen Gemeinschaft erschüttert, die sich Frieden in ganz Israel wünschen.

Wir werden auch in Zukunft alle Anstrengungen unterstützen, die sich für diesen Frieden einsetzen und beten um Zuversicht und Trost für die Familien von Eyal, Gilad und Naftali.