Union progressiver Juden in Deutschland zeichnet Bodo Ramelow aus

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Charlotte Knobloch hält am 7. Mai die Laudatio auf den Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen

Die Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. verleiht Herrn Ministerpräsi-dent Bodo Ramelow den Israel-Jacobson-Preis 2018. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2018 um 18.00 Uhr im Historischen Festsaal des Erfurter Rathauses in Anwesenheit des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland K.d.ö.R. Dr. Josef Schuster statt.

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Union und Zentralrat der Muslime regen folgenden Beschlussantrag für die Koalitionsverhandlungen an

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„In Deutschland besteht die begründete Hoffnung, dass jüdisches Leben nach der Schoa wieder eine Zukunft hat. Es ist eine Vielzahl von jüdischen Gemeinden verschiedener Ausrichtungen entstanden, es werden wieder Rabbiner und Rabbinerinnen für das In- und Ausland ausgebildet und jüdische Theologie ist als Fach an der deutschen Universität verankert worden. Vor diesem Hintergrund wird diese Koalition alles tun, damit die Konsolidierung jüdischen Gemeindelebens voranschreitet.

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Anteilnahme zu den Terroranschlägen von Paris

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Die Union progressiver Juden in Deutschland, ihr Vorstand sowie ihre Mitgliedsgemeinden und -organisationen drücken ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Anteilnahme dem französischen Volk sowie denjenigen Familien und Freunden aus, die bei den mörderischen Attentaten ermordet oder verletzt wurden.

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Resolution

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Mit Entsetzen verfolgen wir, wie seit Jahren Raketen aus Gaza in Israel Angst, Schrecken und Tod verbreiten und als Folge auch Leid und Elend über die Bevölkerung in Gaza bringen.

Wir verurteilen die Unmenschlichkeit der HAMAS-Führung und ihrer Kämpfer, die unschuldige Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen, Waffen und Raketenabschussrampen in zivilen Objekten wie in Schulen, Krankenhäusern und Moscheen verstecken.

Israel wurde dieser Kampf aufgezwungen.

Die Union progressiver Juden in Deutschland beklagt die Opfer auf allen Seiten.
Wir trauern mit der Gemeinschaft Israels und besonders mit den betroffenen Familien um die Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat geopfert haben.

Unser Mitgefühl gehört auch den unschuldigen zivilen Opfern unter der israelischen und palästinensischen Bevölkerung.

Wir verurteilen auf das Schärfste den Versuch, diesen Konflikt zum Anlass zu nehmen, weltweit und auch in Deutschland Judenhass und Rassismus zu schüren.

Wir respektieren das Recht auf Meinungsfreiheit, aber wir wehren uns gegen alle Versuche, die Gewalt der Nah-Ost-Konflikte auf die Straßen unserer Städte einzuschleppen.

Wir appellieren an alle Verantwortlichen in der Politik unseres Landes, die Grundsätze unseres Rechtsstaates zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass alle, auch die jüdischen Bürger, in Frieden und Sicherheit leben können.

Dankbar haben wir die mahnenden Worte aus der Politik, den Kirchen sowie einiger Vertreter der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland zur Kenntnis genommen.

Wir appellieren an alle Gutwilligen in unserem Land, die Errungenschaften eines friedlichen Zusammenlebens der Religionen und Kulturen zu verteidigen.

Berlin, 27. Juli 2014

Union progressiver Juden in Deutschland
Die Vorsitzende
Sonja Guentner

Allgemeine Rabbinerkonferenz in Deutschland
Der Vorsitzende
Landesrabbiner em. Dr. Henry G. Brandt