BielefeldJüdische Kultusgemeinde Bielefeld Körperschaft des öffentlichen Rechts Gründungsjahr der Gemeinde: 1705
Wiederbelebung der Gemeinde sofort nach der Shoa
Öffnungszeiten des Büros: täglich
Gottesdienstzeiten: zweimal pro Monat Kabbalat Shabbat
einmal pro Monat Schacharit
Besonderheiten der Gemeinde:
rabbinisch wird die Gemeinde von
Landesrabbiner em. Dr. Henry G. Brandt betreut
eigenes Gemeindehaus
eigener jüdischer Friedhof
300 jähriges Jubiläum der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld: Benefizkonzert zu Gunsten des Kinderheims von ENOSH in Jerusalem
Bielefeld (KH )- Unter dem Motto "Hakol Sahav – Alles ist golden" veranstaltete die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und Keren Hayesod Deutschland gemeinsam mit dem Katholischen Dekanat Bielefeld und dem Evangelischen Kirchenkreis am 13. April 2005, ein Benefizkonzert zu Gunsten von ENOSH in Israel. Dabei wurde fast die Hälfte der Summe gesammelt, die für die Außenrenovierung des Enosh-Kinderheimes in Jerusalem benötigt wird.
ENOSH wurde 1978 gegründet und betreibt heute 52 Einrichtungen in Israel, in denen mehr als 5.000 Personen mit körperlicher oder geistiger Behinderung betreut werden. Das Kinderheim für geistig behinderte Kinder in Jerusalem benötigt dringend eine Außenrenovierung, die die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld gemeinsam mit dem Katholischen Dekanat und dem Evangelischen Kirchenkreis durch das Benefizkonzert ermöglichen wollte.
Zu Gast waren zwei besondere Musiker aus Deutschland und Israel. Der Countertenor Paul Yuval Adam aus Bielefeld wurde am Klavier begleitet von Naaman Wagner aus Jerusalem. Sie boten Lieder von Mendelssohn, Copland, Bernstein und anderen zeitgenössischen Komponisten wie Argov und Rechter auf Hebräisch, Deutsch und Englisch .
Gäste des Abends waren unter anderem Ilan Mor, Botschaftsgesandter des Staates Israel sowie Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld. Dieser betonte in seiner Rede, dass dieser Abend der Jüdischen Gemeinde der Stadt zu verdanken sei, die mit Weitblick über den Horizont hinausblicke, um anderen Menschen helfen zu können, aber auch dadurch ihre Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck bringe. Gerne habe die Stadt auch diesen Veranstaltungsort, die Rudolf-Oettker-Halle, kostenlos zur Verfügung gestellt.
Jubiläum im festlichen Rahmen
Mit diesem Benefizkonzert feierte die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld im Jahr 2005 auch zwei Jubiläen. Vor 300 Jahren (1705) kaufte man ein Haus am Klosterplatz und eröffnete dies als erste Synagoge in Bielefeld. Zudem wurde die große Synagoge in der Turnerstraße, die in der Pogromnacht am 9. November 1938 in Flammen aufging, vor 100 Jahren eingeweiht.
Darüber hinaus begeht in diesem Jahr die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel den 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im In- und Ausland. Dieses Konzert sollte auch ein Zeichen der Verbundenheit der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld mit Israel sein und diese so wichtige Einrichtung, das Kinderheim ENOSH für geistig behinderte Kinder, unterstützen.
Weitere Spenden werden nach wie vor gerne entgegen genommen unter dem Stichwort ENOSH auf das Hauptspendenkonto des Keren Hayesod Deutschland, SEB-Bank, Frankfurt-Main, BLZ 500 101 11, Kto 1 007 165 400. 
Unser Foto zeigt bei der Enosh-Veranstaltung v. l. Ilan Mor - Gesandter des Staates Israel, Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David, Benny Ilsar -Delegierter des Keren Hayesod, Irit Raub-Michelson, Vorsitzende der Jüd. Gemeinde Bielefeld sowie Udi Lehavi - Repäsentant des Keren Hayesod.
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