Im Unterschied zu einigen orthodoxen Gruppierungen, die die Hinzufügung des Jom Ha-Atzma’ut als einen neuen Festtag nicht anerkennen, gilt er in progressiven Synagogen als akzeptierter Bestandteil des jüdischen Kalenders. Oft gibt es an diesem Tag gemeinsame Aktivitäten verschiedener Gemeinden. Am folgenden Schabbat wird in jeder Gemeinde ein besonderes Gebet gesprochen. Es bringt das Wunder der Entstehung des Staates Israel zum Ausdruck und formuliert die Hoffnung, dass er eine Quelle des Friedens werden möge. Die letzten Sätze lauten:
Deinem Namen erweisen wir die Ehre für die Wunder, die unsere Augen gesehen haben. Aus der Vernichtung wuchs Hoffnung, in der Dürre entsprang eine Quelle, die Steppe blühte wie die Lilie. Mitten in der Zeit der Not haben wir die Worte deiner Propheten gehört und die Erfüllung deiner Worte gesehen. Wahrhaftiger Gott, von Neuem hast du uns erlöst. Stärke uns nun und gib uns Mut, dein Werk zu vollenden. Öffne die Pforten zum Heil für Israel und für alle Völker. Amen.