Junge Erwachsene

Jung und Jüdisch Deutschland e.V.

Im November 2001 organisierten sechs Mitglieder der liberalen Gemeinden Hannover und Köln ein Treffen für jüdische junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren in den Räumen der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover.

Auslöser für diese private Initiative war die Tatsache, dass gerade in den liberalen Gemeinden große Unzufriedenheit mit dem Angebot für junge Jüdinnen und Juden in Deutschland herrschte. Nicht nur, dass Mitglieder der Unionsgemeinden teilweise gar nicht bei den Veranstaltungen der etablierten Vereinigungen, wie dem Bundesverband Jüdischer Studenten (BJSD) und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWSt), teilnehmen durften, viele wollten dies auch gar nicht, weil es ihren Interessen und Bedürfnissen nicht entsprach.

Seit der Gründung haben bereits sieben bundesweite Treffen stattgefunden, die es ermöglicht haben, junge jüdische Erwachsene noch besser zu vernetzen und gemeinsam ein gehaltvolles Fortbildungsprogramm auf die Beine zu stellen.

Jung und Jüdisch Deutschland e.V. wird auch weiterhin jährlich zwei bundesweite Treffen nach dem bewährten Muster organisieren. Dadurch soll in den verschiedenen Städten jeweils die Gründung lokaler Ableger nach dem Vorbild von Jung und Jüdisch Berlin , Hannover, Köln und München angeregt werden. In Zukunft können dann diese regionalen Gruppen die Ausrichtung weiterer Treffen und vor allem eigener, lokaler Veranstaltungen organisieren.

Einwanderer aus den ehemaligen SU-Staaten sind in unserer Mitte herzlich willkommen. Auch wir wollen Ihnen ein neues Stück Heimat sein und gleichzeitig ihren Traditionen, Erfahrungen und ihrem Wissen Platz zur Entfaltung bieten.

Was die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Judentum angeht, so enthält die Satzung von Jung und Jüdisch Deutschland folgenden Paragraphen:

§ 3: Prinzipien

Der Verein folgt folgenden Prinzipien:

  • Frauen und Männer sind religiös gleichberechtigt;
  • Das Judentum ist pluralistisch, alle religiösen Strömungen sind gleichberechtigt zu behandeln;
  • Die Gleichstellung von matriliniearen und patrilinearen Juden soll erreicht werden. Tritt dieser Fall ein, so muss dem zur Frage der Vereinsmitgliedschaft durch eine Satzungsänderung Rechnung getragen werden.

Wir wollen pluralistisches Judentum wieder fest in Deutschland verankern. Jung und Jüdisch Deutschland soll dazu aktiv und vor allem dauerhaft beitragen.

Mehr Information über unsere Aktivitäten der vergangenen Jahre und über geplante Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage www.jungundjuedisch.de oder schreiben Sie uns an jungundjuedisch(at)web.de.

Wir freuen uns darauf Sie kennenzulernen!