Israel Jacobson Preis 2020 für Armin Laschet

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident wird von der Union progressiver Juden für die Stärkung des jüdischen Lebens geehrt.

Ministerpräsident Armin Laschet wird von der Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. mit dem Israel-Jacobson-Preis 2020 ausgezeichnet. Der Preis wurde ihm am 2. März 2020 um 19.30 Uhr in der Neuen Synagoge – Centrum Judaicum in Berlin verliehen. Im Anschluss an ein Grußwort von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hält der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer, die Laudatio und überreicht Armin Laschet den Preis.

Auszeichnung von Ministerpräsident Armin Laschet (re) durch Abraham Lehrer (li).

Auszeichnung von Ministerpräsident Armin Laschet (re) durch Prof. Dr. Dr. Walter Homolka (li).

Ministerpräsident Armin Laschet:

„Die Auszeichnung mit dem Israel-Jacobson-Preis ist eine besondere Ehre und gerade in diesen Zeiten eine Verpflichtung zur lebendigen und engen Freundschaft zum Judentum in unserem Land. Dass jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren nicht nur einen festen Platz hat, sondern dass unser Land für immer mehr Menschen jüdischen Glaubens zur Heimat geworden ist, macht uns stolz.“

„Engagement für jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen und das Wachhalten der Erinnerung an die Shoa sind für mich selbstverständlich. Der interreligiöse Dialog ist essentiell für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Lehren aus der Shoa müssen zum Kern der politisch-historischen Bildung an unseren Schulen gehören, als Teil unserer Staatsräson.“

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger betont

„Diese Preisverleihung ist ein hervorragender Anlass, das Engagement des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet für lebendiges jüdisches Leben, Toleranz und eine moderne Kultur der Erinnerung an die Shoa zu würdigen“

„Wir brauchen in diesen aktuellen Zeiten des gewalttätigen Rechtsextremismus und des immer aggressiver werdenden Antisemitismus viele Anlässe, die die Zivilgesellschaft ermutigen, sich gegen diese gefährlichen Entwicklungen zu stellen, die uns alle betreffen und nicht nur die angegriffenen Juden und Muslime. Ich unterstütze deshalb persönlich den neu gegründeten Verein begegnen e. V., der Vorurteile und Vorbehalte gegen und zwischen Juden und Musli-men überwinden helfen will.

In der Begründung heißt es

„Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die Auszeichnung in Anerkennung seiner großen Verdienste für das liberale Judentum, für die Stärkung des jüdischen Lebens in Nordrhein-Westfalen in seiner ganzen Vielfalt sowie für seinen persönlichen Einsatz für Begegnung und Dialog zwischen den Religionen und Kulturen“,

„Damit folgt Armin Laschet der Devise Israel Jacobsons: ‚Für den gemeinschaftlichen
Fortschritt zum Besseren‘. Darüber hinaus ist sein engagiertes Eintreten gegen Antisemitismus
und Rassismus Ansporn für uns alle.“

Vor genau einem Jahr besuchte Ministerpräsident Armin Laschet mit einer Gruppe von 20 jungen Juden, Christen und Muslimen die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Als Folge entstand die Initiative zur Gründung des Vereins begegnen e.V., mit dem die interreligiöse Begegnung von Juden, Christen und Muslimen in Nordrhein-Westfalen, einem besonderen Anliegen von Ministerpräsident Armin Laschet unterstützt wird. Ebenso setzt sich Ministerpräsident Armin Laschet für das Themenjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ein. Ausgehend von Köln wird 2021 deutschlandweit eine Vielzahl von Programmen und Angeboten auf das Jubiläum der ersten verbürgten Nennung einer jüdischen Gemeinde im Jahr 321 verweisen.

 

Downloads
Laudatio des Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland,
Abraham Lehrer

Begrüßung und Würdigung durch Rabbiner Prof. Dr. Dr. Walter Homolka, Vorsitzender UPJ

Grußwort: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a.D. und Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW

 

Rabbiner Prof. Dr. Dr. Walter Homolka, Vorsitzender der UPJ, würdigte die Verdienste von Armin Laschet in seinem Grußwort.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Antisemitismus-Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, rief zu zivilgesellschaftlichem Engagement gegen den Antisemitismus auf.

Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hielt die Laudatio für Armin Laschet.

Fotos: Tobias Barniske