Anteilnahme zum Anschlag auf die jüdische Tree-of-Life-Gemeinse in Pittsburgh, USA

In tiefer Trauer wendet sich die Weltunion für progressives Judentum an die Jüdische Gemeinde in Pittsburgh, USA. Wir möchten Euch unserer tiefes Beileid aussprechen. Wir teilen Euren Schmerz und Euren Schock. Wir stehen an Eurer Seite.

— English version below —

Die Weltunion ist eine internationale Gemeinschaft von Synagogen und das Massaker in Pittsburgh während der Schabbat-Gottesdienste ist um so schmerzhafter wegen unserer Liebe zu Synagogen und zu jüdischem Gemeindeleben. Unsere Synagogen sind unser zweites zu Hause, und dieser Angriff geht tief in unsere Herzen.

Um 10 Uhr an einem Schabbatmorgen begann die Gemeinde Tree of Life, wie Hunderte von anderen Synagogen, ihren Morgengottesdienst, das Torah-Studium mit B’nai Mizwa. Die Szene ist uns allen vertraut.

Dieser Angriff ist ein direkter Angriff auf das Judentum und die amerikanischen Juden. Er stellt den bisher einzigen und erschreckend gewalttätigen Angriff gegen jüdische Amerikaner in der Geschichte der Vereinigten Staaten dar. Das Selbstvertrauen, exemplarisch für das Sicherheitsgefühl des nordamerikanischen Judentums, wurde gebrochen.

Wir haben es nicht zugelassen und werden es auch nicht zulassen, dass wir uns aus Angst vor Terrorismus fürchten, unseren Glauben auszuüben. Wir werden aus Hoffnung und Entschlossenheit handeln, nicht aus Angst. Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Juden in Sicherheit leben und beten können, wo auch immer sie leben möchten.

Wir stehen an der Seite unsere Brüder und Schwestern in Pittsburgh; wir bleiben standhaft überall dort, wo jüdisches Leben bedroht ist. Diese Ereignisse erinnern uns daran, dass unsere Schicksale miteinander verflochten sind. Unsere Entschlossenheit, Hass, Antisemitismus und Terror zu bekämpfen, wird durch diese entsetzliche Tat verstärkt.

Möge Gott die jüdische Gemeinde von Pittsburgh unter den Trauernden von Zion und Jerusalem trösten.

Rabbi Daniel Freelander, Präsident Welt-Union progressiver Juden
Carole Sterling, Vorsitzende Welt-Union progressiver Juden

 

It is with profound sadness that the World Union for Progressive Judaism reaches out to the Jewish community of Pittsburgh to send its condolences. We stand with you. We share your pain and shock.

We are an international community of synagogues, and the massacre in Pittsburgh during Shabbat services is all the more painful because of our love of synagogues and Jewish congregational life. Our synagogues are our second homes, and this attack feels very personal.

At 10 am on a Shabbat morning, Congregation Tree of Life, like hundreds of other synagogues, was beginning its morning services, Torah study with B’nai Mitzvah and baby naming guests in attendance. The scene is familiar to us all.
The assault is a direct attack on Judaism and America’s Jews. It represents the single, most violent incident against Jewish Americans in the history of the United States. The self-confidence that has exemplified North American Jewry’s sense of security has been punctured.

We did not – and will not – allow terrorists to make us fear practicing our faith. We will act out of hope and resolve, not out of fear. Our mission is to ensure that Jews can live and pray in safety, wherever they chose to live.

We stand in support of our brothers and sisters in Pittsburgh and everywhere Jewish life is threatened. These events remind us our fates are intertwined. Our resolve to combat hate, anti-Semitism and terror is intensified by this horrific act.
May God comfort the Pittsburgh Jewish community among the mourners of Zion and Jerusalem.

Rabbi Daniel Freelander, President World Union for progressive Judaism
Carole Sterling, Chair World Union for progressive Judaism